Ramie: Eigenschaften & Nähtipps | Stofflexikon
Ramie ist eine hochwertige Bastfaser aus der Nesselgewächsfamilie und gilt als nachhaltige Alternative zu Baumwolle und Leinen. Die Faser ist bis zu 8-mal stärker als Baumwolle und doppelt so fest wie Leinen. Ramie zeichnet sich durch natürlichen Seidenglanz, hohe Atmungsaktivität und antibakterielle Eigenschaften aus. Der Stoff benötigt 70–80% weniger Wasser im Anbau als Baumwolle.
Eigenschaften von Ramie
- Bis zu 8-mal stärker als Baumwolle, extrem reißfest und langlebig
- Wird nass sogar noch stärker – behält 85–90% der Trockenfestigkeit
- Natürlicher Seidenglanz und glatte, knackige Oberfläche
- Natürlich antibakteriell, schimmelresistent und insektenabweisend
- Hoher Zellulosegehalt (68–76%) – sehr saugfähig und schnelltrocknend
Verwendung von Ramie
Pflegehinweise
Nähtipps für Ramie
Stoff vorwaschen und richtig zuschneiden: Wasche deinen Ramiestoff vor der Verarbeitung vor, um ein leichtes Einlaufen zu vermeiden. Verwende beim Zuschneiden einen Rollschneider und Mustergewichte, da die knackige Struktur des Stoffs beim Schneiden leicht verrutschen kann.
Nahtzugaben großzügig wählen: Ramie franst stärker aus als Baumwolle. Plane eine Nahtzugabe von mindestens 1,5 cm ein und versäubere alle Kanten mit einem Overlockstich oder einer französischen Naht. Dies sorgt für haltbare, saubere Nähte.
Kurven sofort abstecken: Da Ramie eine sehr geringe Elastizität hat, solltest du geschwungene Bereiche sofort nach dem Zuschnitt mit einem Geradstich abstecken. Dies verhindert ein Verziehen oder Dehnen der Kanten während der weiteren Verarbeitung.
Häufige Fragen zu Ramie
Ist Ramie kratzig?
Läuft Ramie ein?
Wie unterscheidet sich Ramie von Leinen?
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