Jacquard: Eigenschaften & Nähtipps | Stofflexikon
Jacquard ist ein nach seinem Erfinder Joseph-Marie Jacquard benanntes Mustergewebe, das durch eine spezielle Webtechnik komplexe, eingewebte Muster erhält. Die Muster entstehen direkt beim Weben durch unterschiedliche Fadenverschlingungen und sind beidseitig sichtbar – auf der Rückseite erscheinen sie spiegelverkehrt. Jacquardstoffe können aus verschiedenen Materialien wie Baumwolle, Seide, Viskose oder Polyester gefertigt werden und zeichnen sich durch ihre edle Optik und strukturierte Haptik aus.
Eigenschaften von Jacquard
- Aufwendig gewebte Muster, die in den Stoff eingearbeitet sind (nicht bedruckt)
- Beidseitig sichtbare Muster – Rückseite zeigt Negativ des Musters
- Hochwertige, edle Optik durch plastische Musterung
- Formstabil und knitterarm bei dichter Webung
- Kann aus verschiedenen Grundmaterialien hergestellt werden
Verwendung von Jacquard
Pflegehinweise
Nähtipps für Jacquard
Musterrichtung beachten: Achte beim Zuschnitt darauf, dass die Muster richtig ausgerichtet sind. Lege alle Schnittteile in die gleiche Richtung, damit das Muster später einheitlich verläuft. Markiere die Musterrichtung vor dem Schneiden mit Stecknadeln.
Nadel und Garn anpassen: Verwende je nach Stoffdicke eine Universalnadel Stärke 80-90. Bei dickeren Jacquardstoffen kann eine Jeansnadel sinnvoll sein. Nutze ein hochwertiges Polyester- oder Baumwollgarn, das zur Grundfaser des Stoffes passt.
Versäuberung der Kanten: Versäubere alle Schnittkanten sorgfältig mit einer Overlock oder einem Zickzackstich, da Jacquard zum Ausfransen neigt. Bei besonders edlen Stoffen empfiehlt sich eine französische Naht oder das Einfassen mit Schrägband.
Häufige Fragen zu Jacquard
Was ist der Unterschied zwischen Jacquard und Brokat?
Ist Jacquard dehnbar?
Läuft Jacquard beim Waschen ein?
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